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Mittwoch, 21. Oktober 2015

New Work und die Neuerfindung des Personalmanagements

Das Handelsblatt hat am 20.10. in einem Artikel - den ich leider nicht verlinken kann (Bezahlwand, Print) - unter der Überschrift "Kampf um Deutungshoheit über Arbeit 4.0" auf die Problematik hingewiesen, dass der Kampf um diese Deutungshoheit gegenwärtig anscheinend allein zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden ausgemacht werde. Dem kann man zustimmen; muss es aber nicht zwangsläufig.

Der Aufschlag für das Grünbuch Arbeiten 4.0, auf das sich das Handelsblatt bezieht, kam natürlich aus dem BMAS und hat demnach auch Aspekte auf die politische Agenda gesetzt, die in diesem Fall die Sichtweise des Normarbeitsverhältnisses widerspiegeln. Es ist aber eben gleichzeitig auch so, dass das BMAS einen sehr offenen Dialogprozess gestartet hat, bei dem Jede/r teilnehmen konnte und der durchaus als interessanter erster Schritt hin in Richtung gelebter (!) Open Government Prinzipien verstanden werden kann. Aus diesem Grund wäre ich mit einer vorschnellen Beurteilung des Grünbuches zurückhaltend. Entscheidend ist, welche Inhalte im abschließenden Weißbuch zu finden sein werden.

Gleiches habe ich auch Gunnar Sohn in dem Interview gesagt, das er mit mir bei der #IBMbcde geführt hatte. Neben dem Grünbuch hatten wir dabei noch Gelegenheit, uns zur Qualität der Arbeit der Führungsmenschen bei VW (#dieselgate) und den Anforderungen an eine moderne HR-Arbeit in Zeiten der Digitalisierung auszutauschen. Gunnar hat wie immer zugespitzte Fragen gestellt; es freut mich immer, wenn man auf diese Art und Weise schneller und direkter auf die spannenden Punkte zu sprechen kommt.