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Dienstag, 15. September 2015

Arbeiten 4.0 und #OpenGov: Hangout On Air zum BMAS Dialogprozess des Grünbuchs Arbeiten 4.0

Nicht nur abstrakt über neue Formen des Arbeitens zu reden, sondern diese auch zunehmend in der eigenen Arbeit anzuwenden und so ganz nebenbei noch das Prinzip von #OpenGov voranzubringen, ist das Ziel unserer (Bertelsmann Stiftung) Kooperation mit dem Internet und Gesellschaft Collaboratory, Google Deutschland, Xing und Capgemini Deutschland. Es geht um den dialogisch organisierten Prozess zur Kommentierung des Grünbuchs Arbeiten 4.0, dass das Bundesministerium für Arbeit und Soziales in der ersten Jahreshälfte herausgebracht hat und das nächstes Jahr in ein Weißbuch überführt werden soll. Gerade bei diesem Thema ist es natürlich nur konsequent, diesen Prozess so offen wie möglich zu gestalten. Das Colab als durchführender Kooperationspartner berichtet in seinem Blog über die ersten beiden Hangout On Air, die vor kurzem mit der Zukunftsforscherin Cornelia Daheim sowie Wolfgang Gründinger im Zuge der Kommentierung durchgeführt worden war (Autorin des folgenden Textes: Monika Jaskula):


1. CoLab Online-Konsultation zum Grünbuch Arbeiten 4.0 mit Cornelia Daheim

Auf die Plätze, fertig, los! Der Startschuss für die virtuelle Konsultation des CoLab zum Grünbuch Arbeiten 4.0 des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) ist nun offiziell. Wer am 07.09.15 die 1. Online-Konsultation nicht Live mitverfolgen konnte, kann sich die Aufnahme der Session hier jederzeit anschauen. Und es lohnt sich. Die Zukunftsforscherin Cornelia Daheim liefert spannende Impulse zu der Debatte aus ihren eigenen Projekten. So hat die Studie zu Future of Work – „Jobs and Skills 2030“, für die UK Commission of Employment and Skills (Siemens HR-Chef Tobey Peyton Jones dazu: „The most comprehensive study of ist kind“) gezeigt, dass die Arbeitnehmerschaft in naher Zukunft durch das sich immer weiter nach hinten verschiebende Rentenalter vier Generationen vereinen wird. Was dazu führt, dass neben der multikulturellen Kompetenz ganz klar die multigenerationelle Kompetenz im Vordergrund stehen wird.

Die zweite Studie des Millennium Project zu „Future of Work / Technology 2050“ deutet auf einen radikalen Anstieg der Arbeitslosigkeit auf etwa 24% hin.


Mit euren Kommentaren zum Grünbuch Arbeiten 4.0 des Bundesministerium für Arbeit und soziales habt ihr die Gelegenheit die Zukunft der Arbeit ein Stück weit mit zu gestalten und solche Entwicklungen positiv zu beeinflussen. Wer noch mitmachen möchte, hier geht’s zur Anmeldung

2. CoLab Online-Konsultation zum Grünbuch Arbeiten 4.0 mit Wolfgang Gründinger

Heute haben wir die Halbzeit der virtuellen Konsultation des CoLab zum Grünbuch Arbeiten 4.0 des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) erreicht. Insgesamt mehr als 100 Anmeldungen zur Kommentierung sind bei uns eingegangen. Das große Interesse, an der Zukunft der Arbeit mitzuwirken, freut uns sehr. Wir sind weiterhin gespannt auf eure Beiträge!

Unterstützend begleiten wir die Konsultation mit insgesamt drei Online-Sessions, bei denen Experten ihre Erfahrungen zu dem spannenden Thema mit uns teilen. Nachdem letzte Woche die Zukunftsforscherin Cornelia Daheim die Studie zu Future of Work – „Jobs and Skills 2030“ und das Millennium Project zu „Future of Work / Technology 2050“ vorgestellt hat [hier geht’s zur 1. Online-Session mit Cornelia Daheim] hat diese Woche der Demokratieforscher und Publizist Wolfgang Gründinger das Wort übernommen. Dabei hat er besonders zwei intergenerationelle Aspekte in den Vordergrund und damit zur Debatte gestellt. Zum einen bezeichnete er die Betrachtung der Generation Y als einer ultraflexiblen, an Selbständigkeit und Innovationskraft ausgerichteten Generation als einen gehypten Mythos. Laut seiner Erfahrungen und Erkenntnisse ist für die meisten der nach 1980 geborenen der Staat der beliebtest Wunscharbeitgeber. Dafür genannte Gründe sind unbefristeter Arbeitsplatz, gutes Gehalt und durch die geregelten Arbeitszeiten eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die sog. Genaration Y strebt also weniger nach Selbstverwirklichung als viel mehr nach Sicherheit und bevorzugt dem Start-up damit den Staat. Zum anderen fokussierte er die Einkommenslücke zwischen alt und jung. „Denn wer später geboren wird, verdient im Laufe seines Lebens weniger als früher, was bedeutete das die Arbeit heutzutage weniger wert ist. Das wiederum heißt, ein geringeres Einkommen ist die Strafe der späteren Geburt“, so Gründinger. Aber hört selbst:


Mit euren Beiträgen zum Grünbuch Arbeiten 4.0 s habt ihr die Gelegenheit die Zukunft der Arbeit ein Stück weit mit zu gestalten und solche Entwicklungen positiv zu beeinflussen. Wer noch mitmachen möchte, hier geht’s zur Anmeldung

Merkt euch schon mal den nächsten Termin für die weitere Online-Session:

Montag, 21.09.15, 15 Uhr: 3. Online-Konsultation

Unterstützt wird die Virtuelle Konsultation von der Bertelsmann StiftungXingGoogle und Capgemini. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön!