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Donnerstag, 25. Juni 2015

eBook sowie Studie zur Arbeitsumgebung von Wissensarbeitern und OER in der Weiterbildung erschienen

eBook zu New Work/Arbeiten 4.0

Wie schnell in digitalen Zeiten Wissen, Erfahrungen und Anwendungsbeispiele durch ein agiles Netzwerk von Menschen, die sich größtenteils gar nicht kennen, zusammengetragen werden kann - und damit jede/n EinzelkämpferIn in den Schatten stellt - hat mal wieder der Bastian Wilkat vom New Work Blog unter Beweis gestellt.

Bastian hatte vor einigen Wochen zur Blogparade unter der Überschrift "Die perfekte Arbeitsumgebung für Wissensarbeiter" aufgerufen, 20 Menschen sowie ich selbst folgten seinem Aufruf und haben ihre Beiträge zum Thema verfasst. Herausgekommen ist eine vielfältige Sammlung von verschiedenen Sichtweisen - persönliche, unternehmensspezifische, emotionale, sachliche, betroffene - die einen guten Überblick über den Stand der neuen digitalen Arbeitskultur bieten. Die Sammlung ist so bunt wie die Menschen, die die zusammengetragen ist. Diese Vielfalt ist wahrscheinlich die größte Herausforderung, die sich HR-Personal in den Unternehmen gegenüber stehen sieht. Die Menschen wollen nicht mehr nur 16h am Tag Teil einer demokratischen Zivilgesellschaft sein, sondern diese Demokratie ein Stück weit in den 8 Arbeitsstunden leben.

Wie können Unternehmen am besten mit diesen gestiegenen Anforderungen der Menschen in einer Demokratie umgehen und den Partizipationswillen auch für sich nutzen? Die eine oder andere Antwort findet sich im eBook, das Bastian aus den Beiträgen kurzerhand kreiert hat.


Hier gehts es zum Download

Open Educational Resources (OER) in der Weiterbildung

Im letzten Jahr hatte ich Gelegenheit, gemeinsam mit meiner Kollegin @pragmaticfix einige kleine Projekte zum Thema OER voran zu bringen. Offene Bildungsressourcen sind als Konzept die konsequente Fortführung der Idee des Teilens von Wissens via Internet. Während die Idee des Teilens von Vertretern alter Geschäftsmodelle jedweder Branche gern als Ruin des eigenen Geschäftsmodells angesehen wird und in der Öffentlichkeit daher von diesen gern diskreditiert wird, stellt es sich im Bildungsbereich etwas anders dar. Wissen zu teilen, den Zugang und die Verbreitung von Wissen zu fördern, gemeinsam via Netz zu lernen hat jeweils auch einen moralischen Aspekt, der es schwerer macht, ökonomisch gegen das Teilen zu argumentieren. Unser Ziel war es daher, der Idee des Teilens von Bildungsinhalten mehr Öffentlichkeit in Deutschland zu verschaffen.

Aus diesem Grund haben wir mit Blick auf die Entwicklung der Weiterbildungsplattform wb.web gemeinsam mit der Universität Tübingen und dem Deutschen Institut für Erwachsenenbildung in Bonn Lehrkräfte zu ihren Erwartungen bezüglich einer Weiterbildungsplattform befragt.

Aus dem Vorwort:

"Gute Weiterbildung fängt bei der Gestaltung von Lernangeboten an. Denn die pädagogische Qualität der Angebote ist aus Sicht der erwachsenen Lernenden der zentrale Qualitätsausweis eines Anbieters. Allerdings waren bisherige Ansätze, die Qualität der Weiterbildung zu erhöhen, fast ausschließlich auf die Ebene der Organisation beschränkt. Auch existiert in der Erwachsenenbildung derzeit kein übergreifendes Konzept für die Qualifizierung sowie die Aus- und Fortbildung von Lehrkräften. Um diese Lücke zu schließen, wollen das DIE und die Bertelsmann Stiftung ein unabhängiges und nicht kommerzielles Informations-, Vernetzungs- und Lernportal „wb-web“ entwickeln, das auf die Kompetenzentwicklung aller Lehrkräfte in der Weiterbildung abzielt. Um sicherzustellen, dass das geplante Onlineportal auf die Bedürfnisse und Erwartungen seiner Adressaten Bezug nimmt, wurde im Frühjahr 2014 eine Zielmarktstudie mit eigener Bedarfserhebung anhand eines Online-Fragebogens durchgeführt. Die Ergebnisse der Studie werden in dieser Ausgabe vorgestellt."

Besonders positiv überrascht waren wir von dem starken Wunsch der Lehrkräfte nach OER. Wenngleich dieser Wunsch mit Blick auf das manchmal sehr prekäre Beschäftigungsmodell der Lehrkräfte nicht unbedingt verwundert, ist es doch trotzdem eins artiges Plädoyer für OER.

"Die Befragten äußern einen hohen Bedarf an theoretischem Wissen zur didaktischen Konzeption und methodisch-medialen Umsetzung von Bildungsangeboten sowie über Lernprozesse und Lernbarrieren von Lernenden. Aus Sicht der Befragten besteht dabei nicht nur Bedarf an Wissen zu den genannten Themen, vielmehr sind konkrete Handlungshilfen – möglichst in Form von Open Educational Resources (OER) – besonders begehrt." (S. 11)





Erst vor kurzem hatten wir gemeinsam mit verschiedenen anderen Institutionen zudem ein Whitepaper zu OER in der Weiterbildung herausgegeben, das von Jöran Muuß-Merholz und einem Autorenkollektiv erarbeitet worden war. Ziel des Papiers war die Erstellung einer Landkarte der OER-Verwendung in Deutschland sowie eine Beantwortung der Frage, wie OER weiter voran gebracht werden können. Welche grundsätzliche Bedeutung OER zukommt, kann zudem im Positionspapier des Bündnisses Freie Bildung nachgelesen werden.