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Mittwoch, 20. Mai 2015

Auftakt-Workshop zum nächsten #D21DigitalIndex

Es ist ja immer wieder spannend und produktiv, wenn es Gelegenheiten gibt, zu denen man sich mit digital Interessierten und Engagierten austauschen kann. Solch eine Gelegenheit hatte ich vor einigen Tagen, als sich die Unterstützer des D21-Digital-Index 2015 auf Einladung der @InitiativeD21 (tolle Vorbereitung und Durchführung des Workshops!) in Berlin trafen, um den Fragebogen für die anstehende Datenerhebung zu besprechen.

Die digitale Agenda ist eine Berliner Baustelle
Die Ergebnisse der Erhebung werden im Herbst diesen Jahres veröffentlicht. Unabhängig von den im Einzelnen besprochenen Themen stellten sich einige Grundsatzfragen, die den Wandel im Umgang mit "diesem Netz" über die Jahre hinweg verdeutlichen:
  • "Digital" und "Internet" sind aufeinander angewiesen, jedoch nicht deckungsgleich. Wie kann man die außerhalb der Schnittmengen beider Themen liegenden Aspekte besser berücksichtigen?
  • Kann es in einer digitalisierten Welt so etwas wie eine digitale Souveränität - auf individueller, unternehmerischer oder staatlicher Ebene - geben?
  • Das Internet der Dinge führt momentan zu einer Vernetzung von Geräten, von denen der Nutzer im Zweifel gar nicht weiß, dass eine Verbindung zum Netz besteht. Sollten die Nutzer darüber nicht ausführlicher informiert werden?
  • Macht genrell in Studien eine Unterscheidung der Internetnutzung in mobil/Desktop, Home-/Tele-Office, dauerhaft/stundenweise überhaupt noch Sinn? Ist man inzwischen nicht irgendwie immer "on"?
  • Stichwort Datenbewusstein: Ist die Abwesenheit von negativen Erfahrungen mit datenbasierten Dienste oder die Erfahrung von Positivem ein Gütesiegel? Welche Art der Erfahrung beeinflusst Verbraucher in Zukunft eher?
  • Wie können all die verschiedenen Datenaspekte - öffentlich/privat, bewusste Freigabe vs. ungewollte Freigabe, lebensnotwendige Mindestfreigabe vs. Datentransparenz ggü Staat und Unternehmen - differenzierter betrachtet werden, ohne umgehend zu einer Expertendebatte zu werden ?
  • Die Zukunft der Arbeit wird immer wieder zu schnell mit der reinen Technisierung von Arbeit gleichgesetzt. Die Bedeutung interner Arbeitskulturen, der Wichtigkeit persönlicher Haltung und die Ablösung von einem bestimmten Ort des Arbeitens werden unzureichend betrachtet. Wie aber können kulturelle Faktoren gemessen werden?
Der Fragebogen wird in den nächsten Wochen angepasst und geht danach direkt ins "Feld". Ich denke, wir werden mit Blick auf Debatten zur Überwachung, zur Umsetzungsreife der digitalen Agenda, unseren eigenen Aktivitäten zu Arbeiten 4.0 oder zur Frage, wie gut Unternehmen in Deutschland digital aufgestellt sind, wieder spannende Ergebnisse rechtzeitig zum nächsten IT-Gipfel der Bundesregierung erhalten.