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Sonntag, 28. September 2014

#DigitalLEBEN der SPD: Der erste Schritt zur Abkehr von #AnalogeAgendaDE?

Unter dem Hashtag #DigitalLEBEN hat die SPD gerade eine kleine Blogparade angeschoben. Nach der so unglaublich verunglückten Vorstellung der AnalogenAgendaDE Digitalen Agenda auf der Bundespressekonferenz verdient der Versuch, diese auch international wahrgenommene Peinlichkeit für den Industrie- und Technologiestandort Deutschland vergessen zu machen, jede Unterstützung. Nach einem Hinweis von Thorsten Ising auf die Blogparade habe ich daher ebenfalls einige kurze Antworten auf die Fragen der SPD formuliert.

Wer ebenfalls mitmachen möchte, kann sich hier informieren.

In einer digitalen Welt zu leben, bedeutet für mich…

... dass der Zugang der Menschen zu Wissen nicht von paternalistischen Autoritäten und selbstherrlichen Gatekeepern verhindert wird

Mein Computer ist für mich…

... der Zugang zur Welt.

Wirklich gut! Die größte Chance durch die Digitalisierung ist…

... dass wir das Gewohnte hinter uns lassen können.

Bedrohlich! Wir müssen aufpassen, dass…

... die Traditionalisten und Besitzstandswahrer sich am Ende nicht durchsetzen.

Die Digitalisierung verändert mein Leben durch…

... eine Vervielfachung der möglichen Perspektiven und Zugangsmöglichkeiten.

Chatten mit den Enkeln, Einkaufen per Mausklick, Arbeiten ohne feste Bürozeiten. Was bringt die Digitalisierung für Familien und Ältere?

Kommunikation, Mobilität, Verhinderung von Einsamkeit, interkulturellen Alltag, Ausbruch aus der Provinz, Aufrechterhaltung von sozialen Beziehungen über größere Entfernung

Programmieren in der Grundschule, das gesamte Faktenwissen der Welt in der Suchmaschine. Wie sollte Bildung der Zukunft aussehen?

Schülern muss auf Augenhöhe begegnet werden, sie gestalten unsere Lebensumwelt der Zukunft. Lehrer zeigen den Schülern die Möglichkeiten der Digitalisierung, Schüler lernen im internationalen und unterkulturellen Umfeld, Zertifikate verlieren an Bedeutung, die Herausbildung einer persönlichen Haltung wird gefördert, Bildungsinhalte werden geöffnet, da sie das Menschenrecht des Zugangs zu Bildung sichern.

An jedem Ort arbeiten können und ständig erreichbar sein. Was bedeutet das für Arbeit im Digitalen Zeitalter?

Wir müssen die Grenzen von Unternehmen und Institutionen neu definieren. Der Ort des Arbeitens wir bei vielen Tätigkeiten vollkommen irrelevant werden. Wie definieren sich Unternehmen in Zukunft im Außenverhältnis? Unternehmen werden hochspezialisierte Arbeitskräfte in Zukunft umwerben müssen. Der Staatsbürger in einer Demokratie gibt sein Denken nicht am Firmentor ab. Wie können sich Unternehmen besser auf den informierten und kritischen Bürger einstellen und damit ihre Angestellten als selbständig denkenden Menschen und nicht nur als verschiebbare Human-Ressource anerkennen und betrachten?

Was müssen wir im digitalen Zeitalter tun, damit unsere Wirtschaft erfolgreich bleibt?

Die Parteien müssen Abstand davon nehmen, eine Atmosphäre des Misstrauen und der Abneigung gegenüber dem Digitalen zu verbreiten. Die Parteien benötigen digitale Kompetenz. Leider ist diese im Moment im tradierten politischen System in einer alternden Gesellschaft nur sehr begrenzt vorhanden. Jüngere Gesellschaften sind bereits deutlich besser an die Digitalisierung angepasst.

Die Digitalisierung schafft Chancen und birgt Risiken. Von der SPD erwarte ich, dass…

... sie endlich aufhört, die Digitalisierung in Deutschland durch politische und opportunistische Angriffe auf US-Internet-Konzerne zu erschweren. Die SPD muss ihre Technik- und Zukunftsangst ablegen. Sie sollte Digitalisierung glaubwürdig vertreten. Protagonisten in der SPD wie Gesche Joost und Lars Klingbeil sollten stärker unterstützt werden.