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Donnerstag, 10. April 2014

Lehre aus TTIP: Partizipation in Zeiten des Internets ist Pflicht



Bald ist es wieder soweit; das Klassentreffen der Gleichgesinnten, die das ganze Jahr über in einem eigenen Kosmos zu leben scheinen, findet Anfang Mai wieder als re:publica 14. Dieses große nationale wie auch internationale Treffen der Blogosphäre bietet einmal im Jahr auch Interessierten "vom flachen Land" die Möglichkeit, an einem zentralen Ort zusammen zu kommen und sich mit den Menschen auszutauschen, die man bis dato nur online gekannt hat.

Toleranz, Vielfalt, entspannter Umgang miteinander und die Erweiterung des eigenen beständig zu engen Horizontes sind die Mehrwerte, wegen derer es sich lohnt, volle 3 Tage in Berlin aufzuhalten, um danach einen Teil dieser inneren Haltung wieder aus der Stadt mit herauszunehmen.

Unsere internationale Blogger-Plattform www.futurechallenges.org (gegründet von der Bertelsmann Stiftung) wird gemeinsam mit dem Internet und Gesellschaft Collaboratory auf dieser #RP14 eine spezielle Session zum geplanten Freihandelsabkommen TTIP anbieten. Dabei wird es nicht darum gehen, einzelne Regelungen zum Gen-Mais oder Chlorhühnchen zu analysieren, sondern mit Blick auf die #RP14 als Veranstaltung die Frage zu stellen, warum bei einem Freihandelsabkommen bisher Aspekte der Partizipation, der Transparenz, der Neu-Definition von globalem Handel und der Wünsche der Menschen zu kurz gekommen sind.

Wieso wird bei einem Abkommen, das das Internet teils zum Gegenstand der Verhandlungen hat, nicht eben jenes Internet genutzt, um die Menschen an den Verhandlungen, die sie unmittelbar betreffen werden, beteiligt?

Basis der Überlegungen sind durch beide Kooperationspartner zur Jahreswende herausgegebenen Publikation zu TTIP (Zusammenfassung in der Slideshare-Präsi), die sich mit eben jenen Fragen beschäftigen. Es geht dabei mitnichten um die Ablehnung von Freihandel; es geht vielmehr um die Frage, wie eine moderne, den Online-Realitäten Rechnung tragende, Definition von Freihandel gemeinsam mit nahezu 1 Mrd. Menschen auf beiden Seiten des Atlantiks umgesetzt werden kann.



Wir werden am 6. Mai auf unserem Podium begrüßen können (die endgültige Session-Beschreibung werden wir in den nächsten Tagen auf der #RP14 einstellen):

Glyn Moody, Journalist (Keynote)
Kara Sutton, Bertelsmann Foundation DC
Bruno Gert Kramm, Piratenpartei
Solana Larson, Global Voices Online

Wir wünschen uns eine offene, tolerante aber auch kritische Debatte zum umstrittenen Freihandelsabkommen TTIP und laden alle Interessierten ein, daran teilzunehmen.