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Donnerstag, 13. Juni 2013

Kann globale Komplexität "regiert" werden?

Update: Here you can find the English version.

Es sind schon immer wieder ein interessanter Ansatz und ein ebensolches Format, die die Tällberg Foundation seit Jahren mit ihrem Forum im gleichnamigen kleinen Ort am Siljan-See umsetzt. Weitab von der Zivilisation treffen sich 300 Menschen v.a. aus der westlichen Welt, die mit ihren eigenen sozialen Projekten im Rucksack dorthin reisen und sich 2-3 Tage mit Gleichgesinnten austauschen.


Schon der erste Tag machte auch dieses Mal schnell deutlich, wohin die Reise der globalen (westlichen) Globalisierungs-Debatte geht und welche Fragen damit verbunden sind:

  1. Wie kann man mit der globalen Komplexität und den globalen Interdependenzen umgehen?
  2. Welche Konsequenzen haben diese Komplexitäten für die Prozesse der Entscheidungsfindung in Wirtschaft und Politik?
  3. Erfordern crowdbasierte Ansätze der Entscheidungsvorbereitung (die die eigentliche Entscheidung zu einer nur noch ausführenden Handlung machen) sowie die Unmöglichkeit, in einer solch komplexen Welt als Entscheider "richtige" Entscheidungen treffen zu können, nicht eine radikale Neudefinition von formaler Autorität?
  4. Kann Big Data das Dilemma der Komplexität lösen oder verdeutlicht es nur das Dilemma an sich?
  5. Wie können Daten in ein Narrativ überführt werden? Nur Narrative bewegen am Ende die Menschen.
  6. Wie verhalten sich traditionelle Top-Down-Governance-Systeme zur Crowd, zu Big Data und den Narrativen, die die Menschen mehr bewegen als jeder künstlich gepushte Wahlkampf?

In den nächsten Tagen erfolgt der tiefere Einstieg in diese Fragen. Futurechallenges.org ist gemeinsam mit dem Schwesterprojekt Global Economic Dynamics meines Kollegen Jan Arpe Session-Partner des Tällberg-Forums.

Die Session des Forums können unter diesem Link live mitverfolgt werden.