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Samstag, 29. Juni 2013

Gewalt ist Gewalt ist Gewalt. Punkt.

"Auch der Bundestag versucht gerade in einer halsbrecherischen rechtlichen Verdrehung die Beschneidung von Mädchen als barbarischen Akt primitiver Gesellschaften darzustellen, obwohl er noch vor wenigen Monaten die Beschneidung von Jungen offiziell zugelassen hat. Der Gleichbehandlungsgrundsatz in Art. 3 stellt sich dabei als lästige, vielleicht sogar unüberbrückbare Hürde heraus – selten war er einer tendenziösen Gesetzgebung so sehr im Weg wie im Fall der Zwangs-Beschneidung Minderjähriger."

So beginnt der bemerkenswerte Blogpost von Dana Kühnau auf dem Blog der Heinrich-Böll-Stiftung, in dem die Autorin mit unaufgeregter rein menschlich-intuitiver Sichtweise fragt, wieso zwischen weiblicher und männlicher Zwangsbeschneidung unterschieden wird. Sie verweist auf die Doppelmoral des Deutschen Bundestages in seiner widersprüchlichen Behandlung von #FGM und #MGM. Sie bringt es dem entsprechend sehr schön und direkt auf den Punkt: "Wollen wir in diesem Fall wirklich mit zweierlei Maß messen, obwohl wir bisher für die Gleichberechtigung der Geschlechter gekämpft haben?"

Der Artikel hatte kurz nach seinem Erscheinen 12 positive Kommentare in Folge bekommen; daraufhin haben die Leute von der Böll-Stiftung die Kommentarfunktion kurzerhand geschlossen. Man darf spekulieren, woran dies wohl gelegen haben könnte.

Die Antwort auf meine Frage an die Personen von @gwi_boell habe ich nun erhalten. Offene Debatte sieht aus meiner Sicht anders aus.