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Freitag, 17. August 2012

"Tackling Inequality of Opportunities" - das Open Paper für Rio 2012

In der Vorbereitung des diesjährigen Global Economic Symposiums im Oktober in Rio haben wir uns im Orga-Team gemeinsam mit dem IfW und der ZBW etliche Gedanken darüber gemacht, wie die zumeist vorhandene Hürde zwischen Wissenschaft und vermeintlichen Nicht-Experten, die den Austausch zwischen diesen beiden Gruppen erschwert, irgendwie überwunden werden kann.


Während klassische sogenannte hochrangige Veranstaltungen zumeist durch closed-shop-Formate oder aber - wie das WEF - durch One-Way-Kommunikation, geschlossene Netzwerke oder Beteiligung über Twitter auf einem unverbindlichen Niveau gekennzeichnet sind, wollten wir dieses Jahr eine wirkliche Neuerung versuchen, die die Voraussetzung einer echten Relevanz für den Konferenz-Ablauf auf der einen Seite und einer tatsächlichen Kommunikation in beide Richtungen auf der anderen Seite erfüllt. Des Weiteren soll es nicht nur darum gehen, Gesetzestexte oder Prozesse zu kommentieren sondern inhaltlich tatsächlich Positionen zu erarbeiten.

Aus diesem Grunde haben wir zu dem Thema "Tackling Inequality of Opportunities" ein relativ offenes Dokument aufgesetzt, für dessen Ausformulierung, Erweiterung, Ergänzung, Kommentierung und Kritik sich jeder interessierte User beteiligen kann. Eine Jury wird zudem den interessantesten Beitrag und Autor bestimmen; falls dieser dann Interesse (und Zeit) hat, kann er an der Konferenz in Rio teilnehmen. Das Open Paper wird dann im Rahmen einer speziellen Session auf der Konferenz vorgestellt und diskutiert werden. Es handelt sich demnach um ein offizielles Konferenz-Paper.

Wir wissen nicht, wie dieses Experiment sich entwickelt und dam Ende ausgeht. Wir werden zudem mit Sicherheit Fehler machen und daraus im nächsten Jahr (hoffentlich) lernen. Offene Fragen sind speziell:

  • Schadet es der Glaubwürdigkeit der Partizipation, wenn eine Jury den zu prämierenden Beitrag auswählt?
  • Welches könnten die Gründe dafür sein, wenn die Beteiligung am Ende eher bescheiden war?
  • Ist es sinnvoll, einen Kerntext vorzugeben oder sollten allenfalls einzelne Stichworte in der Anfangsversion vorhanden sein?
  • Wird für die Bearbeitung eine bereits vorhandene Community benötigt oder kann sich das Doc aufgrund einer emotionalen Debatte auch unabhängig davon entwickeln?
  • Sollten vielleicht generell alle GES-Paper vorab zur freien Kommentierung online gestellt werden?
  • Welche technische Plattform eignet sich am besten für ein Open Paper?
Wir werden die weiteren Aktivitäten auf der Plattform in den verbleibenden 2 Wochen beobachten. Falls es Kommentare oder Kritik gibt, lasst es uns bitte auf Facebook, Twitter (#ges und #ges2012) oder hier im Blog wissen.