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Dienstag, 22. Mai 2012

Post-Privacy ist nur für Privilegierte - das Überwachungspotenzial zentralisierter Netze

In den letzten Tagen sind ein großer Teil der re:publica Videos auf Youtube hochgeladen worden. Unter den Videos findet sich auch die äußerst sehenswerte Session von Dmytr Kleiner und Jakob Appelbaum (aka @ioerror), die nicht nur durch eine hohe Informationsdichte der Vorträge sondern auch durch den interdisziplinären Charakter der Themenstellung auffällt ("Resisting the Surveillance State and Its Network Effects").

Wer die Frage beantwortet haben möchte, ob Social Media denn nun einfach nur das Tool ist oder ob es vielleicht doch eine gesellschaftliche und politische (politics) Dimension des Tools geben könnte, sei das Youtube-Video zur Session sehr zu empfehlen. Spätestens beim im Video genannten Beispiel der Hinrichtung eines 16-jährigen Amerikaners im Jemen durch eine US-Drohne dürfte klar sein, was die soziale, juristische und politische Dimension dieser Tools ausmacht.

Oder mit den Worten von Appelbaum: "Post-Privacy können nur die Privilegierten fordern, die keinerlei Diskriminierung zu befürchten haben".