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Freitag, 27. Januar 2012

Resilienz oder Katastrophe

"Resilienz oder Katastrophe" lautet der Titel der diesjährigen Arena-Analyse, die wieder gemeinsam von Kovar & Köppl Public Affairs Consulting, `Die Presse´ sowie der ZEIT (Österreich-Ausgabe) erarbeitet und herausgegeben worden ist. Nachdem die ZEIT der Analyse ein eigenes Dossier gewidmet hatte, kann man nun die Studie auch direkt von der Kovar-Website beziehen.
Die Studie, innerhalb derer ich auch dieses Jahr wieder die Möglichkeit gehabt hatte, zu den Themen Demographie und politische Partizipation mitzuwirken, basiert auf der Vorstellung, dass Issues, bevor sie allgemein relevant werden, von Experten bereits weit davor wahrgenommen werden. 




Die Methode geht damit einen alternativen Weg im Vergleich zum Scenario Building oder aber dem Modell-Denken der Volkswirtschaftslehre, da sie auf eine intuitive aber aufgrund der Vielzahl der Experten dennoch ausgewogenen Extrapolation gegenwärtiger Entwicklungen basiert.

Ausgehend von den globalen Herausforderungen der Demographie, der Nicht-Nachhaltigkeit gegenwärtigen Wirtschaftens und der Verschiebung geopolitischer Gewichte wird nach Ansätzen der Resilienz der Lebensgrundlagen gefragt. In der Jugend, der politischen Partizipation und einer neuen Qualität des politischen Diskurses wird nach Meinung der Experten ein Ansatz zur Lösung der globalen Herausforderungen gesehen.

Die diesjährige Arena-Analyse richtet ihre Handlungsempfehlungen zum Erhalt der Resilienz nationaler und internationaler Unternehmen in diesem kritischen globalen Umfeld v.a. an die Akteure in der Wirtschaft:

  • Unternehmen müssen "auf Sicht fahren" und das Umfeld tagesaktuell im Blick behalten, um sich schnell auf veränderte Rahmenbedingungen einzustellen
  • Unternehmen müssen sich in direkten Kontakt mit Politik und Gesellschaft begeben, um die Veränderung der Rahmenbedingungen außerhalb der Unternehmensgrenzen rechtzeitig wahrzunehmen
  • Vernetzungen und strategische Partnerschaften erhöhen die Fähigkeit der Anpassung
  • Wirtschaft muss sich mit gesellschaftlichen Zukunftsszenarien befassen lernen
  • Chancenmanagement ist mehr als Risikomanagement
  • ein beständiges Compliance Management ist wichtiger als die Abgabe eines "Schönwetter-Nachhaltigkeitberichts" alle 4 Jahre

Versetzt man diese auf die Unternehmen bezogenen Empfehlungen wieder zurück in einen gesellschaftlichen Kontext, so könnte die abschließende Aussage lauten: 

"Unternehmen müssen lernen, Teil der Zivilgesellschaft zu sein".