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Dienstag, 14. September 2010

#fc_org trifft World Future Council und ZKM aus Karlsruhe

Bei einem Besuch unseres Brüsseler Büros habe ich am Montag Maja Göpel vom World Future Council sowie Freddy Paul Grunert vom Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe zu Gesprächen treffen können. Maja plant für die kommenden Monate interessante Projekte zu Fragen von Future Intelligence und Future Justice, die im Kern danach fragen, wie generationenübergreifende Gerechtigkeit bezüglich v.a. der Umwelt durch konkrete Maßnahmen erreicht werden kann. Wir werden in den nächsten Monaten bei gemeinsamen Veranstaltungen diese Themen und das Ansinnen auch durch die #fc_org-Blogger unterstützen.

Freddy plant zur Zeit die intellektuell sehr herausfordernde Initiative “mitst”, der man das “Innen” und “Außen” der Systemtheorie und die Fokussierung des Menschen als kleinen Teil des Systems und damit die Relativierung der eigenen Bedeutung und Einflusspotenziale deutlich ansieht. Ziel des Projektes ist es, neue an die veränderten Umweltrealitäten angepasste Medienbilder - jenseits des “Eisbären auf der Scholle” - zu erarbeiten und zu sammeln sowie diese dann auch - unterstützt durch ein intelligentes Taggingssystem - visuell und dabei dynamisch darzustellen. Wegweisend wird der Versuch aus meiner Sicht gerade dort, wo das inhaltsbezogene Verhalten der User in Form eines Schwarms tatsächlich verfolgt werden kann, da sich damit erstmals in Echtzeit Diskussions- und Leadership-Dynamiken darstellen lassen. Inhaltliche Schnittmengen ergaben sich im Gespräch mit Bezug auf die Feststellung, dass es bisher keine umfassende und integrierte Sichtweise der Interdependenzen der globalen Megatrends gibt. Statt der integrierten Sichtweise herrscht eine eher “überlappende” Sichtweise auf die Megatrends, quasi eine Sicht von oben auf Schnittmengen, die aber die Wechselwirkungen unberücksichtigt lassen. Da es bisher keine bekannteren wissenschaftlichen Ansätze für die Betrachtung dieser Schnittmengen gibt oder diese sich bisher nicht durchgesetzt haben, wäre es eventuell tatsächlich ein neuer Ansatz, Künstler in die Erarbeitung der Matrix der Wechselwirkungen einzubeziehen, um damit dem Blick von “außen” eine Chance zu geben? 

Von daher sollte die kommende strikt auf Interdisziplinarität ausgelegte Ausstellung des Europäischen Rates “Climate Anomie. Climate Turn. Change It.” die Freddy als Kurator im Jahre 2011 begleiten wird, umso mehr Aufmerksamkeit verdienen.