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Dienstag, 24. August 2010

Why the world needs WikiLeaks - J. Assange on Ted.com

Dass Transparenz auch in einer Demokratie nicht unproblematisch sein muss, zeigt die Debatte um Wikileaks in den letzten Wochen. Erstaunlich ist die in Teilen der öffentlichen (veröffentlichten) Diskussion vorgetragene Vehemenz der Argumentation gegen die Platzierung der Dokumente zum Afghanistan-Krieg auf WikiLeaks gerade durch TV-Magazine wie "Kontraste", von denen man eine Unterstützung für das militärische Engagement in Afghanistan eigentlich nicht erwartet hätte. In Skandinavien wird die Diskussion eher dahin gehend geführt, dass man im nicht geringen Maße stolz darauf ist, "Freihafen" für diese Dokumente sein zu können. Auch die Verabschiedung der neuen gesetzlichen Regelungen zum Schutz der journalistischen Tätigkeit in Island gehen eher in diese Richtung.
Es bleibt zu fragen, in wie fern man auf Ebene der politischen Akteure ganz pragmatisch überhaupt fähig sein kann, globale Konflikte offen zu diskutieren (und eventuell zu lösen), wenn es selbst in Demokratien Themen wie den Afghanistan-Krieg gibt, die anscheinend aus Sicht der Entscheider nicht geeignet sind, mit dem Wähler offen diskutiert zu werden.