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Freitag, 4. Juni 2010

Präsentation von futurechallenges.org


Heute hatte ich Gelegenheit, im Rahmen des Rework The World Summit die Plattform www.futurechallenges.org Teilnehmern aus Asien, den USA, Afrika und Europa vorzustellen und zu diskutieren. Nachdem ich lange Zeit über nur per Skype in Kontakt mit internationalen Kooperationspartnern kommen konnte, stellte diese Session nun erstmals die Gelegenheit dar, ein direktes und unmittelbares Feedback von den internationalen Teilnehmern einzuholen.
In gewisser Weise überraschend als auch sehr positiv war die Beobachtung, dass sich die Anmerkungen nicht von den auf den bisherigen BarCamps in Deutschland geäußerten Einschätzungen unterschieden. Erstaunlich ist demnach, dass – unabhängig von globaler Verortung, kulturellem Hintergrund und fachlicher Ausrichtung – bisher alle Kommentare gemeinsam hatten:
  1. dass sie auf die Dringlichkeit und Relevanz des Themas der globalen Interdependenzen hinwiesen,
  2. dass dem Internet bei der Multiplikation und Diskussion der Themen die bedeutendste Rolle zugewiesen wird,
  3. dass immer mehr bezweifelt wird, dass tradierte politische Prozesse diese Herausforderungen maßgeblich bewältigen können und
  4. dass sich die Rolle von Experten bei der Formulierung von Lösungen ändern wird oder dies schon getan hat.
Konkrete Fragen bezogen sich dann in dieser Session auch darauf, wie die Blogger, denen ja eine sehr gewichtige Rolle zugeschrieben wird, rekrutiert worden sind (im Schneeballsystem). Es wurde des Weiteren gefragt, ob auf Berücksichtigung einer ausgewogenen regionalen Verteilung der Blogger geachtet wurde (nach Möglichkeit, ja). Schließlich wurde diskutiert, ob man die Internetuser eher informieren oder aber in eine Diskussion einbinden soll (wir wollen diskutieren, nicht einseitig informieren).



Hinweise, die ich aufgenommen habe und die es auf jeden Fall wert sind, intensiver betrachtet zu werden, bezogen sich auf Gapminder und die Schulen. So wäre es sicher sinnvoll, wenn die Plattform perspektivisch mit dem Datenpool von Gapminder ergänzt werden könnte. Auch wäre es zielführend, in Kooperation mit NGOs, die hier schon über Erfahrung verfügen, bereits der Jugend die globalen Megatrends als Themen näher zu bringen (Danke für den Hinweis an The Hub).
Einig waren sich die Teilnehmer der Session bei der übergeordneten Betrachtung der Wechselwirkung mit der Politik. Es soll nach Möglichkeit darum gehen, Politik durch die Diskussion so zu beeinflussen, dass diese Entscheidungen treffen, die sowohl eine sachlich solide Grundlage haben wie auch die Präferenzen der Menschen berücksichtigen und diese ernst nehmen.
Damit bestätigt sich erneut die seit Tagen diskutierte Auffassung, dass das Denken in Nationalstaaten und in (politischen) Hierarchien keine Zukunft hat. Langfristig kann nur die Politik Anerkennung finden, die von den Menschen gemacht wird.